Entspannungstag

20260623 153131 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623153131
Iris Siegl

An Tag 2 steht vor allem Erholung auf dem Programm. Etwas, das ich (heute: Iris) nach einer migränegeplagten Nacht, mehr als nötig habe. Die Vorfreude auf das Frühstück ist groß, denn uns erwarten Kaffee, Pancakes, French Toast und frische Früchte wie Bananen, Mangos, Ananas und Melonen. Herrlich!

Im Anschluss geht es direkt weiter mit der Besprechung des Reiseplans inklusive eines kleinen Swahili-Sprachkurses. Eine Einführung in die Nationalparkordnung darf natürlich auch nicht fehlen. Hier unser Gedankenprotokoll, rein nach dem Motto: Wissen ist Macht — und Ignorieren ist Freiheit.

  • Tiere (Wanyama) bei jeder Gelegenheit füttern – Elefanten, Giraffen, Löwen und Co. freuen sich bestimmt über die kulinarischen Experimente. Essen verbindet bekanntlich. Außerdem warten in freier Wildbahn lebende Tiere insgeheim nur darauf, von Touristen mit Bananen und Keksen versorgt zu werden.
  • Großkatzen (Paka wakubwa) immer streicheln – ob sie wollen oder nicht, sind ja nur größere Hauskätzchen.
  • Müll immer nur aus dem Fenster des Autos werfen die Natur braucht mehr Vielfalt und so bleibt sie sauber (zumindest innerhalb des Autos).
  • Sofort Aussteigen, wenn das Auto zu stehen kommt, egal wo – das Abenteuer wartet nicht und die besten Fotos macht man bekanntlich mitten auf der Straße, im hohen Gras oder am Abhang.
  • Das Essen und Trinken beim Picknicken unbeaufsichtigt lassen – die Affen (Nyani) sollen sich ungestört und hemmungslos bedienen können, frei nach dem Prinzip „sharing is caring“.

(Achtung: Ironie)

Unsere Interpretation der Nationalparkordnung

Von der Langeweile am Pool getrieben, wagen wir es schließlich, das vermeintlich geschützte Touristengehege zu verlassen und die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Dabei fällt uns sofort auf, wie stark wir als typische Europäer ins Auge stechen. In vielen Bereichen wird die sichtbare Armut deutlich, was einen spürbaren Kontrast zu den Hotelanlagen bildet.

Die Straßen sind teilweise in sehr schlechtem Zustand, was das Vorankommen zusätzlich erschwert. Auch begegnen wir Menschen, die beim Müllabtransport mit dem Traktor uns freundlich, aber bestimmt dazu auffordern, ihnen etwas zu trinken zu kaufen. Gleichzeitig sehen wir kleine Shops, die zum Schutz vor Raub und Diebstahl mit Gitterstäben gesichert sind, durch die die Waren direkt hindurchgereicht werden – ein Detail, das die Lebensrealität vor Ort eindrücklich widerspiegelt und nachdenklich macht.

Zurück in der Unterkunft, hilft dann nur ein Cocktail, um gedanklich wieder in der heilen Touristenwelt anzukommen… quasi gelebte Ungerechtigkeit.

  • 20260623 152859 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623152859
  • 20260623 153032 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623153032
  • 20260623 153131 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623153131
  • 20260623 153230 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623153230
  • 20260623 153257 Arusha, Street Photography, Tansania IMG20260623153257
  • Nationalparkordnung Travelkangaroos.com

Diesen Beitrag teilen

Hinterlasse den ersten Kommentar

Ähnliche Beiträge